Silos in der Organisation überbrücken
Fast jede Woche und in fast jeder Organisation haben wir es mit irgendeiner Form von "Silo" zu tun.
Achseln werden gezuckt, das Lächeln wirkt verschämt: "Das sind die Silos in unserer Organisation. So ist das nun mal."
Mit Silos werden meistens die Grenzen zwischen Abteilungen, Fach- und Geschäftsbereichen gemeint. Horizontale Silos. Darüber hinaus gibt es weitere Grenzen in Organisationen.
Das CCL (Center for Creative Leadership) unterscheidet fünf wesentliche Begrenzungen innerhalb von Organisationen:
- Horizontal: Die Grenzen über Hierarchieebenen hinweg
- Vertikal: Grenzen zwischen Funktionen / Geschäftsbereichen
- Umfeld: Grenzen zu Außenstehenden und dem Umfeld der Organisation
- Diversität: Grenzen zu diversen Gruppen im Unternehmen
- Geografisch: Regionale oder überregionale Grenzen
In einer Studie des CCL aus 2009 wurden mit 71% sehr eindeutig die Grenzen zwischen den Funktionen einer Organisation als am häufigsten und a schädlichsten benannt. Die Zahlen von 2024 sind noch deutlicher - hier unterstrichen 86% der befragten Manager, wie extrem wichtig die Arbeit an den "Begrenzungen" der eigenen Funktion für Führungskräfte ist.
Wo Organisationen Regelungen treffen, ziehen sie automatisch Begrenzungen ein.
Silos sind die häufigste Formen und fast jeder weiß dazu etwas Negatives zu berichten.
Die Frage ist: Was kann ich als Führungskraft tun, um hinderliche Grenzen zu überwinden? Was kann ich gegen die Nachteile von Silos in unserer Organisation tun?
Das CCL führt sechs zentrale Führungstätigkeiten an. Diese sollen Führungskräften helfen, besser mit Grenzen in der Organisation umzugehen und über diese Grenzen hinweg zu führen ("Boundary spanning leadership"):
- Puffern: Setze Grenzen, schaffe sichere Räume (nutze Deinen Einflussbereich)
- Reflektieren: Entwickle ein Verständnis für sinnvolle Grenzen und fördere gegenseitigen Respekt
- Verbinden: Baue Vertrauen auf, suche die Verbindung zu anderen Bereichen in der Organisation
- Mobilisieren: Suche "gemeinsame Nenner", findet die Gemeinsamkeiten (Geteilte Ziele, ...)
- Verweben: Baue Verflechtungen auf, um gemeinsam Verantwortung zu übernehmen
- Transformieren: Definiere neue Grenzen, ermöglicht die Neuerfindung Eurer Gruppe
Das mittlere Management findet sich meist in einer komplizierten Stakeholder-Landschaft wider. Gerade dann ist es hilfreich, die eigenen Grenzen (den eigenen "Tanzbereich") zu kennen und die Grenzen innerhalb der Organisation zu berücksichtigen. Die oben genannten Schritte liefern erste Impulse.
In Trainings und in der Beratung arbeiten wir häufig an verwandten Fragestellungen:
Wofür bin ich als Führungskraft außerhalb meines Teams verantwortlich?
Warum sollte ich mich "kümmern", dass die Zusammenarbeit mit anderen Teams funktioniert?
Was habe ich davon, wenn wir als Organisation mehr gemeinsam schaffen?
Wann ist etwas ein "IT-Projekt" - und wann ein "Business-Projekt"?
...
Teams wollen ihre eigene Arbeit gut verrichten. Gleichzeitig muss die Wertschöpfung
mit anderen Funktionen des Unternehmens gemeinsam klappen.
Es braucht Zusammenarbeit. Dafür müssen Begrenzungen überwunden werden.
💡 𝗗𝗮𝘀 𝗘𝗿𝗴𝗲𝗯𝗻𝗶𝘀: Wer sich mit den Team-externen Führungstätigkeiten beschäftigt
erweist seinem Team einen großen Dienst. Nicht nur können Teams besser verzahnt arbeiten.
Auch kann die Arbeitsorganisation verbessert, die Arbeitsqualität gesteigert und die
generelle Integration in die Organisation verbessert werden. Für bessere Zusammen-Arbeit.
Unser Ziel ist es, die bestmögliche Form der Zusammenarbeit zur entwickeln.
Sprich uns an und lass und schauen, was dafür bei Euch erforderlich ist.